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Erfahrungen und Meinungen aus der Klasse teilen

  • Autorenbild: Erik Leif Huber
    Erik Leif Huber
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Stunden

In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Ob in der Schule, im Studium oder im Berufsleben – der Dialog über persönliche Erlebnisse kann nicht nur das Verständnis füreinander fördern, sondern auch wertvolle Einblicke in verschiedene Perspektiven bieten. In diesem Blogbeitrag wird sich Herr Huber über die Bedeutung des Teilens von Erfahrungen und Meinungen in der Klasse und Zuhause beschäftigen und einige praktische Tipps geben, wie dies effektiv geschehen kann.



Die Bedeutung des Erfahrungsaustauschs


Der Austausch von Erfahrungen und Meinungen ist ein zentraler Bestandteil des Lernprozesses. Wenn Schüler ihre Gedanken und Erlebnisse teilen, können sie:


  • Wissen erweitern: Durch das Teilen von persönlichen Geschichten und Einsichten können Schüler voneinander lernen und ihr Wissen erweitern.

  • Empathie entwickeln: Das Verständnis für die Perspektiven anderer fördert Empathie und Toleranz.

  • Kritisches Denken fördern: Diskussionen über verschiedene Meinungen regen zum Nachdenken an und fördern kritisches Denken.


Wissen erweitern


Wenn Schüler ihre Erfahrungen teilen, bringen sie unterschiedliche Perspektiven in den Raum. Zum Beispiel könnte ein Schüler von einem Projekt berichten, das er in seiner Freizeit durchgeführt hat. Dies könnte andere dazu inspirieren, ähnliche Projekte zu initiieren oder neue Ideen zu entwickeln.


Empathie entwickeln


Das Teilen von persönlichen Geschichten kann helfen, Barrieren abzubauen. Wenn Lernende über ihre Herausforderungen sprechen, können andere besser nachvollziehen, was sie durchgemacht haben. Das fördert ein unterstützendes und respektvolles Klassenklima.


Kritisches Denken fördern


Diskussionen über verschiedene Meinungen ermutigen Schüler, ihre eigenen Ansichten zu hinterfragen und neue Standpunkte zu berücksichtigen. Das ist eine wichtige Fähigkeit, die nicht nur in der Schule, sondern auch im späteren Leben von äusserst hoher Bedeutung ist.


Praktische Tipps für den Erfahrungsaustausch


Um den Austausch von Erfahrungen und Meinungen in der Klasse zu fördern, können Erwachsene wie auch Kinder folgende Strategien anwenden:


1. Offene Diskussionen anregen


Erwachsene können offene Diskussionen initiieren, indem sie Fragen stellen, die zum Nachdenken anregen. Zum Beispiel:


  • Was war eine Herausforderung, die du in diesem Jahr gemeistert hast?

  • Wie hat eine bestimmte Erfahrung deine Sichtweise verändert?

  • Was holt dich aus einem Tief wieder heraus, wenn du sehr traurig bist?


2. Gruppenarbeiten fördern


Gruppenarbeiten sind eine hervorragende Möglichkeit, um Lernende dazu zu bringen, ihre Erfahrungen zu teilen. In kleinen Gruppen können sie sicherer sprechen und ihre Meinungen austauschen. Lehrpersonen können Aufgaben stellen, die das Teilen von persönlichen Erlebnissen erfordern. Eltern können die Kinder ermutigen Hausaufgaben mit anderen Kindern zu lösen.


3. Reflexionstagebücher/Gedankenprotokolle einführen


Das Führen eines Reflexionstagebuchs kann Lernende dazu ermutigen, über ihre Erfahrungen nachzudenken und diese schriftlich festzuhalten. Lehrpersonen können regelmässige Gelegenheiten bieten, um diese Gedanken in der Klasse zu teilen.


4. Kreative Projekte umsetzen


Kreative Projekte, wie das Erstellen von Videos oder Präsentationen über persönliche Erfahrungen, können Kinder motivieren, ihre Geschichten zu teilen. Solche Projekte fördern nicht nur das Lernen, sondern auch die Kreativität.


Herausforderungen beim Teilen von Erfahrungen


Trotz der Vorteile gibt es auch Herausforderungen, die beim Teilen von Erfahrungen auftreten können. Einige Kinder könnten sich unwohl fühlen, ihre Meinungen zu äussern, aus Angst vor Urteilen oder Ablehnung. Hier sind einige Strategien, um diese Herausforderungen zu überwinden:


1. Ein sicheres Umfeld schaffen


Erwachsene sollten ein sicheres und unterstützendes Umfeld schaffen, in dem die Kinder sich wohlfühlen, ihre Gedanken zu teilen. Dies kann durch klare Regeln und eine respektvolle Kommunikation erreicht werden.


2. Anonymität ermöglichen


In manchen Fällen kann es hilfreich sein, Kindern die Möglichkeit zu geben, etwas anonym zu teilen. Das kann unter anderem durch anonyme Feedback-Boxen geschehen, in denen Schüler ihre Meinungen äussern können, ohne sich exponiert zu fühlen.


3. Vorbilder schaffen


Erwachsene fungieren als Vorbilder, indem sie ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen teilen. Das könnte Kinder ermutigen, ebenfalls offen zu sein und ihre Gedanken zu äussern.


Fazit und Ausblick von Herr Huber


In unserer Klasse treffen viele unterschiedliche Gedanken, Erfahrungen und Sichtweisen aufeinander. Das erlebe ich im Schulalltag immer wieder. Mir ist wichtig, dass die Kinder lernen, ihre Meinungen und Gefühle zu äussern und gleichzeitig zuzuhören, wenn andere etwas beitragen.

Ich versuche im Unterricht bewusst Situationen zu schaffen, in denen die Schülerinnen und Schüler ins Gespräch kommen. In Diskussionen, Gruppenarbeiten oder kreativen Aufgaben sollen sie merken, dass ihre Meinung ernst genommen wird. Genauso wichtig ist mir, dass sie lernen, andere Meinungen auszuhalten und respektvoll damit umzugehen.

Damit das gelingt, braucht es ein Umfeld, in dem sich alle sicher fühlen. Die Kinder sollen sich trauen, etwas zu sagen, auch wenn sie unsicher sind oder einen Fehler machen. Unterschiedliche Sichtweisen gehören für mich zum Lernen dazu und sind ausdrücklich erwünscht.

Durch den Austausch in der Klasse lernen die Kinder nicht nur für die Schule, sondern auch für den Umgang miteinander. Sie üben, sich selbst einzubringen, andere zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu finden. Daran arbeite ich mit der Klasse jeden Tag weiter und deswegen gibt es nun auch diesen Blog.

 
 
 

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